Halbinsel Sinai und Berg Sinai
Mit dem Begriff Sinai kann sowohl die Halbinsel als auch der Berg Sinai gemeint sein.
Die Sinai-Halbinsel
Die Halbinsel Sinai gehört zu Ägypten. Sie befindet sich in Asien, während das Land mit Ausnahme dieser Halbinsel auf dem afrikanischen Kontinent gelegen ist. Ihre Küstenstädte liegen sowohl am Roten Meer als auch am Mittelmeer. Die Halbinsel kam als Folge des Sechs-Tage-Krieges 1962 zu Israel und wurde 1982 an Ägypten zurückgegeben, die Stadt Taba jedoch erst 1989.
Der Berg Sinai
Der Berg Sinai gilt sowohl in der jüdischen als auch in der christlichen Tradition als der Ort, an welchem Moses die Gebote übergeben wurden. In der Bibel kommt für den entsprechenden Berg auch die Bezeichnung Choreb (Horeb) vor; heute wird er bevorzugt Mosesberg genannt.
Die jüdische Tradition erachtet es als wichtig, dass die Torah in der Wüste und nicht im Land Israel gegeben wurde, da der Ort ihrer Gabe ein Zeichen dafür ist, dass sich jeder Mensch ihr anschließen kann.
Tourismus
Der Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle für die Sinai-Halbinsel, wobei die meisten Gäste überwiegend an einem reinen Badeurlaub interessiert sind, dieser schließt sich häufig an eine kulturell geprägte Nilkreuzfahrt an. Das Zentrum für den Tourismus ist der Badeort Sharm el Sheikh am Roten Meer. Dieser Ort bietet seinen Gästen ein ausgiebiges Nachtleben. Ausländische Touristen, die nach Ägypten reisen, bevorzugen grundsätzlich das Rote Meer gegenüber dem Mittelmeer. Ein Grund für diese Wahl besteht sicher darin, dass sich das Rote Meer als ideal zum Tauchen und Schnorcheln sowie zum Windsurfen zeigt. Einen alternativ angehauchten Tourismus finden Urlauber in Dahab vor, dort werden regelmäßig Meditationskurse angeboten.
Wer in Verbindung mit dem Badeurlaub zugleich Elemente des Abenteuerurlaubs erleben möchte, kann in der Umgebung von Nuweiba (Nuwaiba) in einem Beduinenzelt übernachten. Besonders ausgeprägt ist der Gedanke des sanften Tourismus in Mahasch, wo sich einige der ersten Sonnenenergie-Anlagen Ägyptens befinden.
Der bekannteste Badeort der Sinai-Halbinsel am Mittelmeer ist Al-Arisch. Dort findet der Besucher einen sehr sauberen Sandstrand und kristallklares Wasser ebenso vor wie Palmenhaine, dennoch wird der Ort von europäischen Reisenden bislang wenig nachgefragt und in erster Linie von Ägyptern und Arabern besucht.
Die Teilnahme an einer Führung über Flora und Fauna des Sinais ist zu empfehlen. Auf der Halbinsel wachsen neben Dattelpalmen und Tamarisken auch Mangroven und Akazien. Die Tierwelt des Meeres entdeckt der Tourist in der Regel beim Tauchen, an Land sieht er bevorzugt Gazellen und Wüstenspringmäuse sowie Reptilien. Besonders reizvoll ist eine Tagestour in die Wüste. Zum Schutz der Natur wurde der Ras Mohammed Nationalpark geschaffen, der nur mit einer besonderen Genehmigung betreten werden darf.
Bei einem Ausflug zum Mosesberg lässt sich das dort befindliche Katharinenkloster besuchen. Ausflüge in die Nachbarländer Israel und Jordanien sind möglich, bevorzugt besuchen Gäste die Städte Eilat (Elat) in Israel und Aqaba in Jordanien.





