Pyramiden von Gizeh
Der Besuch der Pyramiden von Gizeh gehört bei einer Ägypten Rundreise in der Regel zum Besichtigungsprogramm während des Aufenthalts in der Hauptstadt Kairo. Gizeh, auch Giza genannt, ist jedoch eine selbstständige Stadt und befindet sich etwa 15 Kilometer von Kairo entfernt. Die Pyramiden liegen außerhalb des Stadtzentrums und können mit dem Reisebus gut angefahren werden.
Da das Grab des Chentkaus in seiner heutigen Form nicht einer vollständigen Pyramide entspricht, wird es nur von einigen Reiseführern als vierte Pyramide des Ortes bezeichnet, während andere Publikationen von drei Pyramiden sprechen. Die Pyramiden von Gizeh sind das einzige heute noch bestehende Weltwunder der Antike. Der Besucher der Pyramiden von Gizeh bekommt den Eindruck, dass diese von einer Sphinx bewacht werden.
Die Cheops Pyramide
Diese Pyramide unterscheidet sich von allen anderen uns bekannten Pyramiden dadurch, dass sie über drei Grabkammern verfügt. Die Felsenkammer wird von den meisten Forschern als ein Symbol für die Unterwelt verstanden, während der Pharao in der Königskammer und seine Gemahlin in der Königinnenkammer begraben wurde. Aus Gründen der Statik wurden fünf Entlastungskammern errichtet, während die Bedeutung der drei Luftkammern von der Forschung bislang noch nicht abschließend geklärt werden konnte. Die langjährige Vermutung, dass sie der Sternkunde dienten, gilt heute jedoch als widerlegt.
Als Bausteine für die Cheops Pyramide wurden vorwiegend Basalt, Kalksandsteine sowie Granit verwendet. Ein Teil der Verkleidung der Pyramide wurde allerdings in den vergangenen Jahrhunderten entfernt und für Gebäude in Kairo verwendet.
Bislang wurden noch nicht alle Gänge dieser Pyramide erforscht.
Eine Innenbesichtigung ist teilweise möglich, allerdings sollten Reisende, die unter Platzangst leiden, auf diese verzichten und sich mit der berauschenden Außenansicht zufrieden geben.
Die Chephren Pyramide
Bei dieser Pyramide handelt es sich um die von der Größe her mittlere der drei als Weltwunder der Antike geltenden Pyramide, auf Grund ihrer Lage erweckt sie jedoch den Eindruck, größer als die Cheops Pyramide zu sein. An den Wänden dieser Pyramide sind wenige Inschriften zu sehen; diese stammen jedoch nicht aus der Antike, sondern wurden im Jahr 1818 von Giovanni Battista Belzoni angebracht, der die Grabkammer in der Pyramide wiederentdeckte. Ausschmückende Wandmalereien, wie sie im Tal der Könige sowie im Tal der Königinnen bei Luxor zu entdecken sind, existieren in den Pyramiden von Gizeh ohnehin nicht, da sie einer anderen historischen Epoche angehören.
Beim Bau dieser Pyramide wurde erstmals ein neues Muster der Innenausstattung eingeführt, welches für einen längeren Zeitraum verbindlich werden sollte. Kennzeichnend für dieses Modell ist neben der Eingangshalle und einer Scheintür zum Allerheiligsten die Bedeutung der Zahl 5. Es finden sich fünf Kammern als Magazine für Grabbeigaben und fünf Nischen für Königsstatuen.
Die Mykerinos Pyramide
Die kleinste der Pyramiden von Gizeh ist die Mykerinos Pyramide. Die Statuen des Königs und seiner Gemahlin sind aktuell im Nationalmuseum zu Kairo ausgestellt. Die Ursache, warum diese Pyramide deutlich kleiner ist als die anderen Pyramiden von Gizeh, ist unklar. Neben Geldproblemen wird von einigen Forschern die einfache Ursache eines Platzmangels angenommen.




