Neues Reich - Geschichte Ägyptens
So entstanden in dieser etwa 500 Jahre dauernden Epoche unter anderem die gewaltigen Bauten im Tal der Könige sowie dem Tal der Königinnen, aber es wurden auch einige bekannte Eroberungsfeldzüge geführt. Begründet wurde das Neue Reich während der 18. Dynastie mit der Vertreibung der Hyksos, bevor das Land zu neuer Blüte geführt wurde. Doch gab es auch viele Veränderungen, so versetzten die Pharaonen die Hauptstadt einige Male, und auch die Weltanschauung der Ägypter mit ihren vielen Göttern wurde vom Pharao Echnaton, wie dieser sich später nannte, gewaltsam gebrochen, zugunsten des neuen Hauptgottes Aton. Die folgenden Pharaonen versuchten, die Erinnerung an Echnaton auszulöschen und stellten den alten Status der Götter wieder her, lediglich einige neue Strömungen in der Kunst wurden nicht angetastet. Doch wuchs in dieser Zeit auch die Bedrohung von Außen.
Diese wurde während der 19. Dynastie immer größer, und auch Ramses II, heute wohl der bekannteste Pharao, musste schon frühzeitig sein gerade erst übernommenes Reich verteidigen. Außerdem hatten die Pharaonen in dieser Zeit mit einigen Aufständen zu kämpfen. Außerdem wurden die Amtszeiten der Pharaonen immer kürzer, bis sie am Ende nur noch wenige Jahre herrschten, bevor sie starben. In der 20. Dynastie setzte sich das Problem der kurzen Amtszeiten fort, und auch die Bedrohungen von Außen wurden immer größer. Zudem ist vielfach nicht geklärt, wie einzelne Pharaonen zu ihrem Titel gekommen sind. Insgesamt führte die Situation jedoch zu einer Stärkung der Macht der Priester, da das Vertrauen in die Pharaonen sank. Dieses starke Priestertum war es schließlich, welches den Untergang der Pharaonen als Alleinherrscher, und damit auch das Neue Reich beendete.