Frühzeit - Geschichte Ägyptens

Günstige Veränderungen des Klimas waren in der Vorgeschichte des Alten Ägyptens dafür verantwortlich, weshalb Nomadenstämme sich nahe am Wasser niederließen. Der über 6.500 km lange Nil war aufgrund seiner fruchtbaren Streifen auf beiden Seiten dafür wie geschaffen.

Nach dieser seit bereits über 7.000 Jahren begonnenen Vorgeschichte und der Zeit der nachfolgenden Negade-Kulturen wurde um ca. 3.000 v.Chr. die Frühzeit, welche auch Thinitenzeit genannt wird, eingeläutet.

Zu Beginn entstanden größere Siedlungen, welche sich Gaue nannten. König Menes – auch bekannt als Narmer -, der über das südliche Ägypten herrschte, besetzte das Deltagebiet und konnte dadurch Unter- und Oberägypten vereinen. Memphis wird als Verwaltungs- und Regierungssitz die Hauptstadt des Reiches. Menes legte mit dieser 1. Dynastie den Grundstein eines kulturellen Bautenstaates, der bis zur 30. Dynastie aufrecht erhalten werden konnte.

Schon im frühzeitlichen Ägypten entstanden die Hieroglyphen, welche, wie auch Kenntnisse in der Mathematik, eine bedeutende Rolle für den weiteren Aufbau des religiösen aber realistisch geprägten Staates spielten. Weitere wichtige Errungenschaften sind die Erfindung des Kalenders, der das Jahr schon zu jener Zeit mit 365 Tagen festlegte. Zusammen mit dem Entdecken des Papyrus als Schreibmaterial, wurde die Voraussetzung geschaffen, wichtige Ereignisse zu dokumentieren und die kulturelle Geschichte festzuhalten.

Ebenso bildeten sich dauerhafte Siedlungen, weshalb sich Handwerk und Ackerbau mit Zuhilfenahme von Bewässerungskanälen stark entwickelten. Dank des Nils wurde desweiteren ständiger Handel betrieben, der sich bis nach Vorderasien und den Mittelmeerinseln erstreckte. Exportiert wurden Möbel, Alabaster und vor allem Tongefäße. Von fremden Völkern wurden Pflanzenöl, Wein, Honig, Zypressen und Tannenholz eingefahren, und zusammen mit neuen Ideen von Einwanderern lebten Städte auf, wodurch das Alte Ägypten den Anfang eines kulturellen Aufschwungs erlebte.