Mohammed El Baradei - die Rückkehr des verlorenen Sohnes

In Ägypten bahnt sich ein spektakuläres Duell um die Präsidentschaft an, bei dem aller Voraussicht nach Mohammed El Baradei als Herausforderer von Gamal Mubarak in den Ring steigen wird. Derzeit sind zwar weder El Baradei noch Gamal Mubarak Präsident von Ägypten, dafür aber Hosni Mubarak, der Vater eines der beiden Kandidaten. Es gilt als sicher, dass Hosni Mubarak im kommenden Jahr nach dann 30 Jahren an der Spitze der Regierung in Kairo abtreten wird. Bis vor wenigen Wochen galt es, mangels Herausforderer, auch als sicher, dass dessen Sohn ihn als Präsident von Ägypten beerben würde.

Dabei ist es keineswegs so, dass es keine Interessenten für das höchste Amt in Ägyptens Politik geben würde. Jedoch ist es um die Demokratie in Ägypten nicht zum Besten bestellt, so dass die Zulassungskriterien bereits so geändert wurden, dass sie lediglich ein Kandidat der NDP (Nationaldemokratische Partei) um Hosni Mubarak und dessen Sohn Gamal erfüllen kann. Mohammed El Baradei möchte dies nun ändern und Ägypten zu einem demokratischen Land machen und wird dabei von der Opposition unterstützt.

Die von der aktuellen Regierung in Kairo gesteuerten Medien fahren bereits seit Wochen einen Feldzug gegen El Baradei und werfen dem ehemaligen Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO (1997 – 2009) vor, dass diesem der politische Einblick in Ägypten fehle und daher nur Gamal Mubarak als legitimer Nachfolger für seinen Vater in Frage käme. Die Opposition hält dem entgegen, dass El Baradei mit dem Blick eines Außenstehenden die vorhandenen Missstände aufdecken und beseitigen könne.

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