Kleopatras Palast soll zur Touristen-Attraktion werden
In Alexandria sollen Ende November detaillierte Pläne vorgestellt werden, die sich mit der Bergung des Kleopatra-Palastes befassen, der vor rund 2.000 Jahren genauso wie der Rest des antiken Alexandrias, ein Raub des Mittelmeers wurde. Das Projekt nimmt, sofern es tatsächlich umgesetzt werden sollte, noch nie dagewesene Dimensionen ein, und das gleich in verschiedener Hinsicht. Zum Einen wäre es ohne Frage eine sehr beachtliche Ingenieursleistung, zum anderen wird aber auch ein gewaltiger Kraftakt finanzieller Art notwendig sein, um das Meerwasser abzuleiten, das den Kleopatra-Palast in Alexandria seit Jahrtausenden umgibt.
Doch selbst wenn es gelingen sollte, all diese Hürden aus dem Weg zu räumen, wäre damit erst die Hälfte der Arbeit erledigt. Im Anschluss daran werden dann noch sehr aufwändige und ebenfalls recht kostspielige Renovierungsarbeiten am und im Palast der Kleopatra folgen müssen, um das antike Bauwerk wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen, was das erklärte Ziel aller Beteiligten ist. Eine vorab durchgeführte Machbarkeitsstudie brachte im Frühjahr ein positives Ergebnis, so dass sich die besten Ingenieure Ägyptens an die Planung des ehrgeizigen Projekts machten.
Auch wenn sich die Behörden in Alexandria zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch davor hüten, dies öffentlich auszusprechen, so wird hinter vorgehaltener Hand doch damit spekuliert, dass die Bergung des Kleopatra-Palasts im Idealfall sogar Hinweise auf das Grab der bekanntesten Königin des alten Ägyptens geben kann.
Im Schatten dieses Projekts nimmt sich der ebenfalls geplante Bau eines Unterwassermuseums im heutigen Hafen von Alexandria fast schon bescheiden aus, auch wenn es dafür weltweit ebenfalls noch kein Beispiel gibt. Touristen sollen in dem Unterwassermuseum eine Stadtbesichtigung des Alexandrias zur Zeit Kleopatras unternehmen können und werden sich dabei teilweise über Wasser, teilweise in geschlossenen und verglasten Räumen unterhalb des Wasserspiegels aufhalten.
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